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Sommerfest der Kreuzbund-Gruppen Nürnberg 1 und Nürnberg 3 in Spalt
von Hanna Pfitzinger
Am Samstag, den 5. September 2026, machten sich die Mitglieder der Kreuzbund-Gruppen Nürnberg 1 und Nürnberg 3 auf den Weg nach Spalt. Dort hatten Andrea und Thomas aus der Gruppe Nürnberg 3 gemeinsam mit ihrem vierbeinigen Mitgastgeber Ludwig zum Sommerfest eingeladen.
Andrea und Thomas haben seit Kurzem zu ihrer Wohnung einen großen Garten, den sie mit viel Liebe und einigen ziemlich originellen Details hergerichtet haben. Zwischen Blumen, gemütlichen Sitzgelegenheiten und einer Schaukel stand ein alter Hippie-VW-Bus, eine große Wanne hätte bei Bedarf für Abkühlung gesorgt und überall verteilte Luftballons machten deutlich: Hier wird heute gefeiert.
Auch die Gartenhütte hatte mit ihrem Hausschild „Scheiß-Auf-Allee“ ihren ganz eigenen Charme und wurde kurzerhand zur kulinarischen Zentrale des Tages. Im Kühlschrank warteten gut gekühlte alkoholfreie Getränke und auch an Süßigkeiten mangelte es wahrlich nicht.
Bereits die Anreise war Gemeinschaftssache. Einige bildeten Fahrgemeinschaften, andere kamen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Andrea und Thomas übernahmen zusätzlich den ShuttleService und holten einige Gäste am Bahnhof in Georgensgmünd ab.
Auch bei der Verpflegung galt: Alle tragen etwas bei. Andrea und Thomas hatten Kaffee,
Getränke sowie Gemüse, Fisch und Fleisch für den Grill besorgt, während die anderen Gäste Kuchen, Torten, Muffins, Salate, Beilagen und weitere Leckereien mitbrachten. So entstand aus vielen einzelnen Beiträgen ein reich gedecktes Buffet – am Nachmittag zu Kaffee und Kuchen und später zum gemeinsamen Grillen. Ein echtes Gemeinschaftswerk beider Gruppen, bei dem am Ende wirklich nichts fehlte.
Nach einer kurzen Führung durch die Wohnung und über den Balkon ging es in den Garten. Bei herrlichem Spätsommerwetter wurde zusammengerückt, gegessen, erzählt und viel gelacht. Besonders schön war die Mischung der Gäste: Langjährige Weggefährtinnen und Weggefährten trafen auf Menschen, die erst seit Kurzem Teil einer der beiden Gruppen sind. Manche sahen sich nach längerer Zeit endlich wieder, andere lernten sich an diesem Nachmittag überhaupt erst kennen. So entstanden ganz ohne Tagesordnung und Gruppenstunde viele gute Gespräche und neue Kontakte.
Gerade darin zeigte sich einmal mehr eine schöne Seite unserer Selbsthilfe: Gemeinschaft findet nicht nur im Gruppenraum statt. Sie entsteht genauso bei Kaffee und Kuchen, beim gemeinsamen Essen und in Gesprächen, für die an einem solchen Nachmittag einfach mehr Zeit ist.
Nach Kaffee und Kuchen gab es einen besonderen Moment für unsere Gastgeber. Elfriede hatte sich im Vorfeld um eine Dankeskarte gekümmert und Andi hatte außerdem zwei kleine Schafe aus Ton mitgebracht, die seine Frau selbst getöpfert hatte. In einer kleinen Dankesansprache wurden die Karte und die beiden handgefertigten Schafe an Andrea und Thomas übergeben – als Zeichen der Wertschätzung für ihre Gastfreundschaft und die viele Arbeit, die sie in diesen Tag gesteckt hatten.
Natürlich wurde nicht nur geredet und gegessen. Die Schaukel fand ihre Fans und irgendwann entdeckte die jüngere Fraktion das Frisbee für sich. Für den Rest der Gesellschaft bedeutete das zeitweise: Aufenthalt im Garten auf eigene Gefahr.
Am Abend übernahm Thomas mit tatkräftiger Unterstützung den Grill. Zuerst kam das Gemüse, anschließend der Fisch und schließlich das Fleisch an die Reihe. Zusammen mit den vielen mitgebrachten Salaten und Beilagen war damit auch das Abendbuffet bestens gefüllt.
Als es langsam dunkler wurde, sorgten Kerzen für eine gemütliche Atmosphäre – und gleichzeitig für etwas Schutz vor den inzwischen ebenfalls zahlreich erschienenen Mücken. Noch lange wurde zusammengesessen, erzählt und gelacht, bevor sich nach und nach alle mit dem Auto, in Fahrgemeinschaften oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wieder auf den Heimweg machten.
Am Ende blieb vor allem die Erinnerung an einen wunderbar unkomplizierten gemeinsamen
Tag: herrliches Wetter, ein liebevoll vorbereiteter Garten, reichlich gutes Essen, viele Gespräche, alte und neue Bekanntschaften und Menschen, die unabhängig davon, ob sie schon seit Jahren oder erst seit Kurzem dabei sind, miteinander Gemeinschaft erleben konnten.
Ein herzliches Dankeschön an Andrea und Thomas für ihre Gastfreundschaft, die liebevolle Vorbereitung und den Shuttle-Service, an alle, die etwas mitgebracht und zum Gelingen beigetragen haben, und natürlich an Ludwig, der seine Rolle als vierbeiniger Gastgeber souverän ausgefüllt hat.
Denn Selbsthilfe bedeutet nicht nur, sich gegenseitig durch schwierige Zeiten zu begleiten. Sie bedeutet genauso, das gute Leben miteinander zu teilen.
Und bis zum nächsten gemeinsamen Fest hat die jüngere Fraktion ja noch ein bisschen Zeit zum Frisbee-Üben.


